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Urban hat sich in ihrem neuen Band ausführlich und innovativ mit dem institutionellen Kontext Schule auseinandergesetzt - das Buch bringt Vorschläge, wie Fragen Sexueller Bildung und der Prävention sexualisierter Gewalt im schulischen Kontext Thema werden sollten.

Urban hat sich in ihrem neuen Band ausführlich und innovativ mit dem institutionellen Kontext Schule auseinandergesetzt - das Buch bringt Vorschläge, wie Fragen Sexueller Bildung und der Prävention sexualisierter Gewalt im schulischen Kontext Thema werden sollten.

Cover "Sexuelle Bildung und sexualisierte Gewalt in Schulen"

Maria Urban
Sexuelle Bildung und sexualisierte Gewalt in Schulen: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Psychosozial-Verlag, Gießen
Okt. 2019, 163 Seiten, 19,90 Euro
ISBN-13: 978-3-8379-2908-9
Link: https://www.psychosozial-verlag.de/2908

Klappentext:
Strukturelle Barrieren hindern selbst motivierte Lehrkräfte daran, im Schulalltag effektiv zur Prävention von sexualisierter Gewalt und damit zum Schutz von Kindern und Jugendlichen beizutragen. Maria Urban zeigt, dass sich die Mängel vom Lehramtsstudium über den Zugang zu Fort- und Weiterbildung bis hin zum schulischen Alltag erstrecken: Es gibt keine allgemeinen Leitlinien für Lehrkräfte, wie sie im Verdachtsfall von sexuellen Grenzverletzungen präventiv oder interventiv vorgehen könnten.
Anhand zahlreicher Beispiele identifiziert Urban Risikofaktoren und veranschaulicht Rahmenbedingungen, die sexualisierte Gewalt begünstigen und den Schutz von Kindern und Jugendlichen zusätzlich erschweren. Kritisch hinterfragt sie, inwieweit die von der bundesweiten Initiative »Schule gegen sexuelle Gewalt« vorgesehene Implementierung von Schutzkonzepten an Schulen tatsächlich im schulischen Alltag umgesetzt werden kann.

Im Rahmen der Initiative "Kein Raum für Missbrauch" des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) treibt auch Sachsen-Anhalt die Förderung des Kindeswohlschutzes in diversen Einrichtungen der Bereiche Bildung, Heimerziehung, Reisen, Sport und Freizeit, und Gesundheit voran.

"Mit dem Fachportal „Schule gegen sexuelle Gewalt“ wird ein Schwerpunkt auf Schule gelegt, weil auch Schule einen Kinderschutzauftrag hat. Zielstellung ist die Ermutigung und fachliche Anregung von Schulleitungen und Kollegien in der schulspezifischen Auseinandersetzung, in dessen Ergebnis die Erarbeitung eines auf die Schule zugeschnittenen Konzeptes zum Schutz vor sexueller Gewalt entsteht. (...) Auf dem Portal sind ausführliche Informationen zusammengestellt zu

  • dem Einstieg in die Erarbeitung eines Schutzkonzeptes
  • der Ausgangsanalyse und
  • den Bestandteilen von Schutzkonzepten."

    (Landesschulamt Sachsen-Anhalt, Quelle)

Des Weiteren bietet der Bildungsserver des LSA aktuell elf Fortbildungsmodule zum Thema Prävention sexueller Gewalt an, auf die wir sehr gern hinweisen möchten. Mehr Informationen zu den Angeboten gibt es hier.

Am 18.06.2018 fand das erste Treffen des im Februar 2018 gestarteten Forschungsprojektes SeBiLe an der Universität Leipzig statt, mit dem Ziel der Bildung eines Projektbeirates. Neben dem Forschungsteam nahmen 18 nationale und internationale Vertreter*innen unter anderem aus Institutionen der Forschung, des Lehramtes und der Sexuellen Bildung an der Veranstaltung teil.

Das Auftakttreffen fand im Rahmen der Startphase des Projektes statt und bot sowohl die Grundlage für erste Strukturbildungen des Projektbeirates als auch Möglichkeiten für ein interdisziplinäres Kennenlernen und internationales Vernetzen. Zentrales Anliegen des Treffens war es, das erstellte Forschungsdesign gemeinsam mit dem geladenen Kreis an Expert*innen zu analysieren und zu reflektieren, um es für das geplante Forschungsvorhaben anpassen zu können und so eine möglichst themenspezifische Datenerfassung und -verwertung zu gewährleisten.

Neben der Projektvorstellung, der Vorstellung des Forschungsteams sowie der Teilnehmenden wurde gemeinsam und intensiv in Kleingruppen am Fragebogen und an Kooperations- und Unterstützungsmöglichkeiten gearbeitet. So sollte sicher gestellt werden, dass durch den direkten und aktiven Einbezug eines interdisziplinären Expert*innenkreises in das Forschungsvorhaben bereits von Anfang an möglichst gewinnbringende Sichtweisen, Erfahrungen und Erkenntnisse gesammelt werden können und in die weitere Projektarbeit einfließen können. Im Austausch zwischen den Teilnehmenden und dem Forschungsteam wurde deutlich, dass sich die Expertisen aus den theoretischen und praktischen Arbeitsfeldern in den Bereichen der Sexuellen Bildung wie auch im Bereich der Prävention sexualisierter Gewalt an vielen Stellen überschneiden und darüber hinaus ergänzen. Das Anliegen sowie das Forschungsdesign des SeBiLe-Projektes stießen auf großes Interesse bei den Gästen, sodass die meisten Beteiligten sich auch weiterhin Informationen zum Projektfortgang, den Projektständen und -ergebnissen wünschen, ebenso wie die Möglichkeiten einer kooperativen weiterführenden kritischen Auseinandersetzung mit dem Forschungsgegenstand. Hierzu zählt auch, dass Hinweise zu wichtigen sich im Themenfeld des Forschungsprojektes wiederfindenden Schwerpunkte, wie beispielsweise der Betroffenen- und Zielgruppenperspektive vom Forschungsteam angenommen wurden und im weiteren Projektverlauf berücksichtigt und diskutiert werden.

Das SeBiLe-Auftakttreffen mit diesem ersten intensiven Austausch, der beginnenden Kooperation und Vernetzung des Projektteams mit dem sich gebildeten Beirat brachte zahlreiche Ideen und Anregungen sowie Möglichkeiten für weiterführende Kooperationen hervor. Zur weiteren gemeinsamen themenspezifischen Bearbeitung der derzeitigen Arbeitspakete und Forschungsstände wird am 23. und 24. September 2019 das zweite Treffen mit Mitgliedern des Projektbeirates an der Universität Leipzig stattfinden.

Einen großen Dank an alle Teilnehmenden unserer umfangreichen SeBiLe-Onlinebefragung!

Seit Dezember 2018 hatten Lehramtsstudierende, Alumnis und Lehrkräfte aus Sachsen und Sachsen-Anhalt die Möglichkeit, uns im Rahmen unserer Studie ihre Erfahrungen und Bedarfe hinsichtlich Lehr- und Fortbildungsangeboten im Bereich Sexueller Bildung mitzuteilen. Mit 1900 vollständig ausgefüllten Fragebögen konnte wir eine sehr hohe Teilnahmebereitschaft verzeichnen und freuen uns über das große Interesse und die Unterstützung.

Nun befindet sich das Projektteam mittlerweile in der Auswertung der gesammelten Daten und wird nach Abschluss derer im vierten Quartal diesen Jahres erste Ergebnisse veröffentlichen können.
 
Natürlich sind die zu gewinnenden Literatur-Gutscheine nicht zu vergessen – die Auslosung unter den Teilnehmenden läuft und in Kürze werden drei 20€-Gutscheine neue Besitzer*innen finden. 

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